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Spannend: Neue KI-Methode entfernt Linsenreflexionen ziemlich realistisch
KĂźnstliche Intelligenz 29.11.2025

Spannend: Neue KI-Methode entfernt Linsenreflexionen ziemlich realistisch

Die Meldung bezieht sich auf ein aktuelles Forschungsprojekt („LightsOut“), bei dem eine spezialisierte KI gezielt Linsenreflexionen und Blendenflecken entfernt, ohne das restliche Bild stark zu verändern. Grundlage ist ein neuer Datensatz (u.a. „Flare7K“ / „FlareX“), in dem echte und physikalisch realistisch synthetisierte Flares kombiniert werden, sodass ein Netz nicht nur klassisch „retuschiert“, sondern Flare-Strukturen nach physikalischen Prinzipien modelliert und ersetzt.

Was die neue Methode macht

  • Die KI trennt Bildinhalt und Linsenartefakte, anstatt wie ein einfaches Inpainting-Tool nur helle Bereiche zu „übermalen“.
  • Sie nutzt physik-informierte Datensätze: Flare-Muster werden mit Blender bzw. 3D-Rendering und Beleuchtungsgesetzen generiert und mit realen Szenen kombiniert.
  • Dadurch lernt das Netz typische Formen (Ringe, Ghosts, Schleier) und deren Abhängigkeit von Lichtposition, Intensität und Optik besser nachzubilden.

Technischer Hintergrund

Aktuelle Arbeiten wie FlareX erzeugen tausende Flare-Templates, die physikalisch konsistent sind (Reflexionsanzahl, Lichtintensität, Verschmutzung der Linse etc.) und mischen 2D-Synthese mit 3D-Rendering. Auf diesen Datensätzen werden U-Net‑Varianten wie Uformer oder Restormer trainiert, die speziell auf die Rekonstruktion der verdeckten Bildinformation optimiert sind und gegenüber älteren Netzen deutlich bessere PSNR/SSIM‑Werte liefern.

Praxis-Relevanz fĂźr dich als Fotograf

  • Typische Use Cases: Gegenlichtaufnahmen mit starken Flares, Nachtaufnahmen mit Straßenlampen, Smartphone‑Shots mit „Billigoptiken“ oder geschĂźtzte Frontlinsen.
  • Ziel der Forscher ist, diese Technologie in klassische Workflows (z.B. als Plugin oder in RAW-Konvertern) zu integrieren, ähnlich wie aktuelle KI‑Reflexionsentferner in Lightroom, Photoshop oder spezialisierten Online‑Tools.
  • FĂźr dich spannend: Solche Modelle kĂśnnten perspektivisch sehr selektiv nur Flare-Artefakte entfernen und Bokeh/Stimmung erhalten, was deutlich weniger manuellen Retusche-Aufwand in Photoshop bedeutet.

Status heute

Die LightsOut‑Methode ist momentan ein Forschungsprojekt; es gibt noch kein fertiges Consumer-Plugin, aber Paper und Datensätze sind bereits veröffentlicht. Parallel dazu tauchen in kommerziellen Tools (Lightroom, Photoshop, Evoto, Online‑Services) immer mehr KI‑Funktionen auf, die Reflexionen und Glasreflexe bereits recht gut entfernen – allerdings meist noch ohne die Tiefe der physik-informierten Forschungsansätze.


Hier findest du weiterfĂźhrende Informationen: Github


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