Die âShadyPandaâ-Kampagne ist ein mehrjähriger Spionage- und Malware-Angriff Ăźber Browser-Erweiterungen fĂźr Chrome und Edge, der laut aktuellen Analysen rund 4,3 Millionen Installationen erreicht hat. Dabei wurden zunächst scheinbar harmlose Add-ons später per Update in Spyware mit teils Remote-Code-Execution-Funktion (RCE) verwandelt.
Sicherheitsforscher haben eine Gruppe namens âShadyPandaâ identifiziert, die seit mehreren Jahren schrittweise bĂśsartige Erweiterungen in den offiziellen Stores von Chrome und Edge platziert hat. Die Extensions traten anfangs als legitime Tools auf (z.B. Wallpapers, New-Tab- oder Produktivitäts-Add-ons) und sammelten Vertrauen Ăźber Installationszahlen und Bewertungen.
Später wurden ßber Updates Funktionen nachgerßstet, die Nutzer ausspionieren, Affiliate-Betrug betreiben oder den Browser komplett kompromittieren. Insgesamt wurden zahlreiche Erweiterungen verschiedener Kampagnen einem ShadyPanda-Akteur zugeschrieben.
Berichte sprechen von etwa 4,3 Millionen Installationen ßber verschiedene Kampagnen hinweg, verteilt auf Chrome- und Edge-Erweiterungen. In einer Phase wurden ältere Erweiterungen per Update mit einer Backdoor versehen, die RCE ßber den Browser ermÜglichte und Hunderttausende Nutzer betraf.
Parallel dazu blieben mehrere Edge-Extensions mit zusammen rund 4 Millionen Installationen aktiv, die massiv Nutzerdaten sammelten, darunter Browserverlauf, Suchanfragen sowie Maus- und Tastatureingaben. FrĂźhere Kampagnen setzten zudem stark auf Tracking und Affiliate-Betrug.
Je nach Phase und Extension konnten die Add-ons unter anderem:
Mit der RCE-Backdoor waren zudem beliebige JavaScript-Downloads und -AusfĂźhrung im Kontext des Browsers mĂśglich, was Man-in-the-Middle-Angriffe, Credential-Diebstahl und Session-Hijacking begĂźnstigt.
Google hat die als bÜsartig identifizierten Erweiterungen aus dem Chrome Web Store entfernt, nachdem die Aktivitäten Üffentlich geworden sind. Microsoft hat ebenfalls betroffene Add-ons aus dem Edge Store entfernt, wobei einzelne problematische Erweiterungen teils noch eine Zeit lang gelistet waren.
Experten kritisieren generell, dass Browser-Marktplätze Extensions nach der Erstprßfung kaum noch laufend ßberwachen, was Angreifern ermÜglicht, zunächst harmlose Versionen zu verÜffentlichen und erst später schädliche Updates auszurollen.
FĂźr dich als Fotograf und Power-User von Chrome/Edge lohnt sich ein gezielter Check der eigenen Erweiterungen: