âVor meinen Augenâ ist der programmatische Titel einer aktuellen Präsentation des Bildjournalisten Rudi Meisel und beschreibt zugleich seine fotografische Haltung.
Rudi Meisel im Ăberblick
Geboren 1949, ausgebildet an der Folkwangschule bei Otto Steinert, MitgrĂźnder der Agentur VISUM und Ăźber Jahrzehnte fĂźr groĂe Magazine wie Spiegel, stern und DIE ZEIT tätig.
Seine Themen kreisen um den Alltag in Deutschland, das Ruhrgebiet, die geteilte Republik, Berlin vor und nach der Wende und lange, seriell angelegte Reportagen.
âVor meinen Augenâ â Haltung und Arbeitsweise
Der Titel âVor meinen Augenâ steht fĂźr seine Arbeitsweise: Er arbeitet offen, zeigt sich als Fotograf und verzichtet bewusst auf heimliches âaus der HĂźfte schieĂenâ.
In seinen Bildern verbindet er geduldige Beobachtung mit präziser Komposition, wodurch dichte Szenen entstehen, die mehr ßber Gesellschaft und Zeitgeist erzählen als nur ßber den Moment.
Wichtige Serien im Kontext
Eine zentrale Arbeit ist die Langzeitserie ßber Ost- und Westdeutschland, in der er den scheinbar scharfen Systemgegensatz im Alltag oft als viel weniger spektakulär und eher graduell sichtbar macht.
Serien wie seine AutobahnraststättenâBilder zeigen, wie er an scheinbar banalen Orten universelle Szenen menschlicher Routinen findet.
Ausstellung âVor meinen Augenâ
Unter diesem Titel werden in aktuellen Präsentationen Arbeiten aus mehreren Jahrzehnten gezeigt â von frĂźhen SchwarzweiĂâReportagen bis zu späteren Projekten.
Die Schau macht seinen Blick als âAugenzeugenâ sozialer und politischer Entwicklungen erfahrbar und zeigt, wie konsequent er Bildjournalismus als langfristige Beobachtung versteht.