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Info: DNG wird offizieller ISO-Standard. Was das fĂźr eure RAW-Fotos bedeutet
Bildbearbeitung & Fotografie 30.03.2026

Info: DNG wird offizieller ISO-Standard. Was das fĂźr eure RAW-Fotos bedeutet

DNG

ist nun offiziell als ISO‑Standard 12234‑4:2026 festgeschrieben und damit als global genormtes RAW‑Format auf einem ähnlichen Level wie etwa TIFF oder PDF anerkannt.

Was genau standardisiert wurde

  • Die Norm definiert Aufbau, Metadatenstruktur, Farbraum‑Handling und Erweiterbarkeit von DNG verbindlich auf Basis der bisherigen Adobe‑Spezifikation und ihrer Praxis‑Umsetzung.
  • DNG ist damit nicht länger nur ein „Adobe‑Hausformat“, sondern ein vollständig dokumentierter, herstellerunabhängiger Standard, den Kameraproduzenten und Software‑Hersteller rechtssicher einbauen kĂśnnen.

Vorteile fĂźr deinen RAW-Workflow

  • FĂźr die Langzeitarchivierung steigen die Chancen deutlich, dass DNG auch in vielen Jahren noch ohne Verrenkungen lesbar bleibt – ein wichtiger Punkt fĂźr Archive, Museen und große Bildbestände.
  • Die Kompatibilität zwischen Programmen profitiert, da DNG bereits von vielen RAW‑Konvertern unterstĂźtzt wird und der ISO‑Status Bedenken bezĂźglich „Proprietarität“ und mangelnder Dokumentation entkräftet.

Was sich kurzfristig nicht ändert

  • Vorhandene proprietäre RAW‑Formate wie CR3, NEF oder ARW bleiben unverändert nutzbar; kein Hersteller ist gezwungen, sofort auf DNG umzuschalten.
  • Ob du im Alltag etwas davon spĂźrst, hängt weiterhin davon ab, ob du aktiv nach DNG konvertierst oder Kameras einsetzt, die DNG nativ schreiben – der Standard selbst wandelt keine Bestände automatisch um.

Perspektiven fĂźr Kameras und Software

  • Kamerahersteller haben nun eine klar definierte Vorlage, um DNG als zusätzliches oder alternatives RAW‑Format direkt in der Kamera anzubieten.
  • FĂźr Software‑Entwickler vereinfacht ein einheitlicher Standard die UnterstĂźtzung neuer Kameras, weil weniger Aufwand fĂźr das EntschlĂźsseln proprietärer Formate nĂśtig ist, wenn DNG als gemeinsamer Nenner genutzt wird.

Relevanz fĂźr Archiv, DAM und Langzeitprojekte

  • Institutionen und ambitionierte Fotograf:innen kĂśnnen DNG kĂźnftig noch Ăźberzeugter als „Master“-Format fĂźr Langzeit‑Speicherung etablieren – inklusive eingebettetem XMP und umfangreichen Metadaten.
  • Sinnvoll ist ein zweistufiger Ansatz: im Alltag weiter mit den nativen Kamera‑RAWs arbeiten, fĂźr dauerhaft wichtige Projekte zusätzlich eine DNG‑Masterdatei erzeugen, um sich gegen kĂźnftige Software‑ oder FormatbrĂźche abzusichern.

Hier findest du weiterfĂźhrende Informationen: ISO.org


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