Info: DNG wird offizieller ISO-Standard. Was das fĂźr eure RAW-Fotos bedeutet
DNG
ist nun offiziell als ISOâStandard 12234â4:2026 festgeschrieben und damit als global genormtes RAWâFormat auf einem ähnlichen Level wie etwa TIFF oder PDF anerkannt.
Was genau standardisiert wurde
Die Norm definiert Aufbau, Metadatenstruktur, FarbraumâHandling und Erweiterbarkeit von DNG verbindlich auf Basis der bisherigen AdobeâSpezifikation und ihrer PraxisâUmsetzung.
DNG ist damit nicht länger nur ein âAdobeâHausformatâ, sondern ein vollständig dokumentierter, herstellerunabhängiger Standard, den Kameraproduzenten und SoftwareâHersteller rechtssicher einbauen kĂśnnen.
Vorteile fĂźr deinen RAW-Workflow
FĂźr die Langzeitarchivierung steigen die Chancen deutlich, dass DNG auch in vielen Jahren noch ohne Verrenkungen lesbar bleibt â ein wichtiger Punkt fĂźr Archive, Museen und groĂe Bildbestände.
Die Kompatibilität zwischen Programmen profitiert, da DNG bereits von vielen RAWâKonvertern unterstĂźtzt wird und der ISOâStatus Bedenken bezĂźglich âProprietaritätâ und mangelnder Dokumentation entkräftet.
Was sich kurzfristig nicht ändert
Vorhandene proprietäre RAWâFormate wie CR3, NEF oder ARW bleiben unverändert nutzbar; kein Hersteller ist gezwungen, sofort auf DNG umzuschalten.
Ob du im Alltag etwas davon spĂźrst, hängt weiterhin davon ab, ob du aktiv nach DNG konvertierst oder Kameras einsetzt, die DNG nativ schreiben â der Standard selbst wandelt keine Bestände automatisch um.
Perspektiven fĂźr Kameras und Software
Kamerahersteller haben nun eine klar definierte Vorlage, um DNG als zusätzliches oder alternatives RAWâFormat direkt in der Kamera anzubieten.
FĂźr SoftwareâEntwickler vereinfacht ein einheitlicher Standard die UnterstĂźtzung neuer Kameras, weil weniger Aufwand fĂźr das EntschlĂźsseln proprietärer Formate nĂśtig ist, wenn DNG als gemeinsamer Nenner genutzt wird.
Relevanz fĂźr Archiv, DAM und Langzeitprojekte
Institutionen und ambitionierte Fotograf:innen kĂśnnen DNG kĂźnftig noch Ăźberzeugter als âMasterâ-Format fĂźr LangzeitâSpeicherung etablieren â inklusive eingebettetem XMP und umfangreichen Metadaten.
Sinnvoll ist ein zweistufiger Ansatz: im Alltag weiter mit den nativen KameraâRAWs arbeiten, fĂźr dauerhaft wichtige Projekte zusätzlich eine DNGâMasterdatei erzeugen, um sich gegen kĂźnftige Softwareâ oder FormatbrĂźche abzusichern.
Hier findest du weiterfĂźhrende Informationen: ISO.org