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Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg: Sara Sallam – Fürsorge. Fotografie neu ordnen
Bildbearbeitung & Fotografie 15.04.2026

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg: Sara Sallam – Fürsorge. Fotografie neu ordnen

„Sara Sallam – Fürsorge. Fotografie neu ordnen“ ist eine Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, in der die ägyptische Künstlerin Sara Sallam die Foto‑ und Archäologie­sammlungen des Hauses im Kontext kolonialer Geschichte neu liest und umdeutet.

Eckdaten der Ausstellung

  • Ort: Museum fĂźr Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G).
  • Laufzeit: 5. Juni 2026 bis 10. Januar 2027.
  • Anlass und Rahmen: Die Schau ist Teil der 9. Triennale der Photographie Hamburg 2026 und greift deren Ăźbergeordnetes Themenfeld von Beziehung, Verbundenheit und Verantwortung auf.

Thema und Aufbau

  • Im Zentrum stehen Fragen nach dem Umgang mit den gewaltvollen Praktiken der Kolonialzeit: Wie lassen sich Verletzungen sichtbar machen, und wie kann ein Prozess der Heilung beginnen?
  • Die Ausstellung gliedert sich in drei thematische Kapitel:
    • „Über Trauer“
    • „Über Vertreibung“
    • „Über Widerstand“
      In ihnen setzt sich Sallam kritisch mit der Entstehung und Präsentation der archäologischen und fotografischen Bestände des Museums auseinander.

Arbeitsweise von Sara Sallam

  • Sallams kĂźnstlerische Praxis ist forschungsorientiert und verbindet Fotografie, Video, Text, Archivinterventionen und KĂźnstlerbĂźcher.
  • Sie entwickelt poetische GegenentwĂźrfe zu etablierten historischen Narrativen, häufig in Form von installativen Arrangements, performativen Erzählungen und selbst gestalteten Publikationen.
  • Ihre Arbeiten erĂśffnen alternative Blickwinkel, in denen FĂźrsorge, Erinnerung und Verbundenheit zentrale Kategorien fĂźr den Umgang mit kolonial belasteten Archiven werden.

Beispielarbeit „Suturing Wounds“

  • In der Serie „Suturing Wounds“ arbeitet Sallam mit Reproduktionen fragmentierter koptischer Textilien aus der Antikensammlung des MK&G.
  • Aus diesen Fragmenten entsteht eine handgenähte Tunika, die sie in fotografischen Selbstporträts inszeniert.
  • Dem zergliedernden, archäologischen Zugriff stellt sie das Nähen, Verbinden und Reparieren als Geste des Widerstands und als symbolischen Heilungsakt gegenĂźber – auch im Sinne eines Denkens an unbekannte Vorfahrinnen.

Einbettung in „Fotografie neu ordnen“

  • Die Ausstellung gehĂśrt zur Reihe „Fotografie neu ordnen“, mit der das MK&G seine Sammlung Fotografie und neue Medien durch zeitgenĂśssische Interventionen kritisch befragt.
  • Langfristiges Ziel ist es, die Sammlung diverser und repräsentativer zu machen, insbesondere durch Werke von Fotograf:innen mit migrantischen und postkolonialen Perspektiven.

Hier findest du weiterfĂźhrende Informationen: MGK Hamburg


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