Der Berliner Architekturfotograf Jean Molitor präsentiert gegenwärtig auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen eine umfassende Fotoschau mit mehr als 1000 Aufnahmen moderner Baukunst aus aller Welt. Die Ausstellung "bau1haus â die Moderne von Essen bis Asmara" läuft vom 10. Mai bis 2. August 2026 in der eindrucksvollen Mischanlage der Kokerei Zol Der Berliner Architekturfotograf Jean Molitor präsentiert gegenwärtig auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen eine umfassende Fotoschau mit mehr als 1000 Aufnahmen moderner Baukunst aus aller Welt. Die Ausstellung "bau1haus â die Moderne von Essen bis Asmara" läuft vom 10. Mai bis 2. August 2026 in der eindrucksvollen Mischanlage der Kokerei Zollverein.
Seit 2009 unternimmt Molitor fotografische Expeditionen durch ßber 70 Länder weltweit, um bedeutende Beispiele der klassischen Architekturmoderne bildlich festzuhalten. Der Ursprung des ambitionierten Langzeitprojekts liegt in einem Auftrag aus Bujumbura, der Hauptstadt Burundis, wo er bedrohte modernistische Gebäude dokumentieren sollte. Fachlich wird das Vorhaben seit 2016 von der Architekturhistorikerin Dr. Kaija Voss wissenschaftlich begleitet.
Die Arbeiten Molitors zeichnen sich durch eine reduzierte, prägnante und zeitlose Bildästhetik in monochromer Schwarz-WeiĂ-Darstellung aus. In seinen Kompositionen eliminiert er stĂśrende temporäre Elemente, sodass die Architektur selbst zum alleinigen Protagonisten wird. Die kontrastreichen Aufnahmen heben die charakteristischen Merkmale der Moderne hervor: geometrische Klarheit, dynamische Rundungen, verglaste Gebäudeecken und lichtdurchflutete Fassaden.
Die Präsentation umfasst circa 300 groĂformatige Fotografien und bietet zusätzlich tiefere Einblicke in Molitors kĂźnstlerischen Schaffensprozess. Ein dokumentarischer Film sowie umfangreiche Bildwände mit bis zu 800 kleineren Fotografien zeigen seine Arbeitsweise während der weltweiten Recherchereisen. Das kuratorische Konzept verschmilzt Architekturgeschichte, kulturelles Gedächtnis und partizipative Vermittlungsansätze zu einer grenzĂźberschreitenden Ausstellungserfahrung. UnterstĂźtzt wird das Ausstellungsprojekt durch die RAG-Stiftung sowie die Gesellschaft der Freunde und FĂśrderer der Stiftung Zollverein. Molitors fotografischer Fokus reicht Ăźber die klassische Bauhaus-Architektur hinaus und umfasst auch parallele modernistische Bewegungen, Nachkriegsarchitektur sowie wegweisende Bauwerke der 1970er und 1980er Jahre.