MK&G Hamburg: Sara Sallam â FĂźrsorge. Fotografie neu ordnen
Die Ausstellung âSara Sallam â FĂźrsorge. Fotografie neu ordnenâ im MK&G Hamburg zeigt eine neue, forschungsbasierte Arbeit der ägyptischen KĂźnstlerin Sara Sallam, die das koloniale Erbe des Museums kritisch in den Blick nimmt.
Ort und Zeitraum
Museum fĂźr Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G), Steintorplatz in Hamburg.
Laufzeit: 5. Juni 2026 bis 10. Januar 2027, eingebunden in die 9. Triennale der Photographie Hamburg mit dem Motto âAlliance, Infinity, Love â in the Face of the Otherâ.
Inhaltliche Idee
Sallam arbeitet in drei Kapiteln â âĂber Trauerâ, âĂber Vertreibungâ und âĂber Widerstandâ â und setzt sich mit der archäologischen und fotografischen Sammlung des Hauses auseinander, insbesondere mit deren kolonialen Entstehungsbedingungen.
Im Zentrum stehen Fragen danach, wie heutige Betrachter:innen auf die Gewalt der Kolonialzeit blicken, wie sich historische Verletzungen sichtbar machen lassen und welche Formen von FĂźrsorge und Heilung denkbar sind.
KĂźnstlerische Mittel
Die Kßnstlerin verbindet Fotografie, Video, Text, Eingriffe ins Archiv und Kßnstlerinnenbßcher; daraus entstehen installative, oft mehrteilige Erzählungen.
In der Werkgruppe âSuturing Woundsâ (seit 2024) fĂźgt sie Faksimiles fragmentierter koptischer Textilien aus der Antikensammlung zu einer handgenähten Tunika zusammen und inszeniert diese in Selbstporträts â das Nähen und ZusammenfĂźgen wird zur Gegenbewegung zum archäologischen Zerlegen und HerauslĂśsen.
Perspektive auf das Museum
Die Präsentation ist Teil der Reihe âFotografie neu ordnenâ, mit der das MK&G seine fotografische Sammlung, ihre blinden Flecken und ihre kolonialen Blickregime durch zeitgenĂśssische Kunst neu befragen lässt.
Zugleich ist sie Teil eines langfristigen Vorhabens, die Sammlung stärker mit Arbeiten von Fotograf:innen mit migrantischen und diasporischen Perspektiven zu erweitern und diverser aufzustellen.
Rahmenprogramm
Am 6. Juni 2026 findet von 13:00 bis 14:00 Uhr ein Üffentlicher Ausstellungsgespräch mit Sara Sallam und den Kuratorinnen Esther Ruelfs und Claire Mßller in der Ausstellung statt; der Eintritt zum Gespräch ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Hier findest du weiterfĂźhrende Informationen: MKG Hamburg