1.
Synology Drive 4.0 wurde am 20. Oktober 2025 offiziell verĂśffentlicht und bringt zahlreiche neue Funktionen sowie wichtige Verbesserungen fĂźr Desktop- und Server-Anwender mit sich.
Wichtige Neuerungen in Synology Drive 4.0
- EinfĂźhrung von Datei-Locking (Dateisperren), um Konflikte bei gleichzeitigen Bearbeitungen durch manuelles oder automatisches Sperren zu vermeiden.
- Verbesserter Synchronisationsmechanismus durch die Speicherung von Synchronisierungssignaturdateien im Synchronisierungsordner; dies reduziert den Speicherplatzbedarf auf dem lokalen Rechner und verbessert die Performance bei groĂen Datenmengen.
- UnterstĂźtzung fĂźr âshared labelsâ: Gemeinsame Labels (Etiketten) helfen dabei, Dateien und Ordner teamĂźbergreifend besser zu organisieren, zu suchen und zu verwalten.
- MĂśglichkeit, sogenannte Datei-Anfragen zu erstellen, so dass externe Personen Dateien hochladen kĂśnnen, ohne ein Konto zu benĂśtigen.
- Optimierungen fßr die Dateibeobachtung, was die Stabilität vor allem unter hoher Arbeitslast weiter verbessert.
- Diverse Fehlerbehebungen, beispielsweise bei 2FA-Login, der Wiederaufnahme von Downloads und dem zuverlässigen LÜschen temporärer Dateien unter macOS, sowie bessere Erkennung von Dateiänderungen.
Mac-spezifische Ănderungen
- Unterstßtzung fßr die Auswahl eines benutzerdefinierten Speicherorts fßr On-Demand-Synchronisationsordner auf macOS, was zu mehr Flexibilität beim Zugriff auf synchronisierte Daten fßhrt.
- Der Synology Drive Client 4.0 setzt macOS Monterey (12) oder neuer voraus.
Sonstige Verbesserungen
- Fehler beim Synchronisieren groĂer Ordner, beim Umgang mit abgewählten Synchronisationsordnern und beim Umgang mit temporären Dateien wurden behoben.
- Verbesserte Sicherheit durch Korrektur beim Umgang mit abgelaufenen PasswĂśrtern und 2-Faktor-Authentisierung.
Diese Neuerungen machen Synology Drive 4.0 zu einem umfangreichen und deutlich verbesserten Werkzeug fĂźr die Dateiverwaltung, Synchronisation und Teamarbeit.
2.
Synology hat am 7. Oktober 2025 die Version 3.1.0-24948 von Active Backup for Business verĂśffentlicht. Das Update bringt diverse neue Funktionen, Verbesserungen und Fehlerbehebungen mit sich.
Wichtige Neuerungen
- Automatisches Umbenennen bestehender Elemente beim Wiederherstellen von Dateiservern, wenn ein Typkonflikt vorliegt.
- Verbesserte Restore-Leistung Ăźber den Apple Migration Assistant.
- UnterstĂźtzung fĂźr die Auswahl mehrerer virtueller Maschinen auf nicht-hierarchischen Hypervisoren.
- Volle Windows VSS-UnterstĂźtzung fĂźr SMB-Fileshares bei NetApp-Fileservern.
Behobene Fehler
- Behebung von Fehlern, bei denen Backups fehlschlagen konnten, wenn sie auf einem Netzwerkschnittstellen liefen, die nicht von DSM verwaltet wurden.
- Fehlerbehebung fßr das Herunterladen von Ordnern im Restore-Portal bei beschädigten Dateien.
- Diverse Optimierungen fĂźr Backup-Zeitangaben und Replikationsstatus, insbesondere bei ActiveProtect Standorten mit Management-Server unter APM 1.1 oder neuer.
Fehlerbehebungen fĂźr Mac
- Korrektur eines Problems, bei dem Speicherplatz auf dem Mac nicht freigegeben wurde, weil Snapshots nach Backup-Fehlern nicht gelĂśscht wurden.
Fehlerbehebungen fĂźr Virtuelle Maschinen
- Problembehebungen fßr Hyper-V, VMware Hypervisor, Pre/Post-Skript-Handling und Backupverifizierung bei VM-Konstellationen mit mehr als acht Datenträgern.
- Behebung bei Restore-Problemen durch vSwitch-Name-Konflikte und Netzwerkinstabilitäten.
Rollout-Status
Die Version wurde im Staged Rollout verÜffentlicht und kurze Zeit später durch Version 3.1.0-24957 ersetzt, um zusätzliche Fehler zu korrigieren.
3.
Synology hat sich im Oktober 2025 nach massiver Kritik Ăźberraschend von seiner restriktiven Festplatten-Politik distanziert und erlaubt nun wieder offiziell den Einsatz von Festplatten und SSDs von Drittanbietern in den beliebten Plus-, Value- und J-Serien der DiskStation-Modelle. Dies ist eine deutliche Kehrtwende, nachdem Synology zuvor nur noch zertifizierte â meist eigene und teure â Laufwerke fĂźr diese Baureihen erlaubt und somit viele Nutzer verärgert und zum Wechsel getrieben hatte.
Details zur Kehrtwende
- Mit dem DiskStation Manager (DSM) 7.3 kĂśnnen die NAS-Modelle aus 2025 wieder mit beliebigen, kompatiblen Laufwerken betrieben werden.
- Synology arbeitet nach eigenen Angaben kĂźnftig wieder eng mit Drittanbietern zusammen und will weitere Laufwerke offiziell verifizieren, um die Auswahl zu vergrĂśĂern.
- Einige fortgeschrittene Funktionen (z.B. M.2-Cache-Pools, Lifespan-Analysen, automatische Firmware-Updates) kÜnnten weiterhin nur mit offiziell verifizierten oder zertifizierten Festplatten zur Verfßgung stehen, dies ist aber aktuell nur eine Einschränkung im Detail.
Hintergrund der Entscheidung
- Der ursprĂźngliche Fokus auf ânur zertifizierte Festplattenâ fĂźhrte zu extremen Mehrkosten fĂźr Nutzer und erheblichem Vertrauensverlust.
- Viele Bestandskunden wechselten daraufhin zur Konkurrenz, da die Preisunterschiede bei den Festplatten signifikant waren (teils bis zu 50% mehr als bei Standard-HDDs).
- Starker Kundenprotest, negative Publicity und einbrechende Verkaufszahlen zwangen Synology zum Umdenken.
Hinweise und Einschränkungen
- Bei besonderen Enterprise-, Flash- oder RackStation-LÜsungen sowie bei neu eingefßhrten, sehr spezifischen Funktionen kÜnnte die Beschränkung weiterhin (vorerst) teilweise gelten, Techniker raten deshalb vor Einsatz in kritischer Infrastruktur zu grßndlicher Prßfung der Kompatibilitätslisten.
- Bislang ist die Ăffnung primär auf die 2025er Plus-, Value- und J-Serien beschränkt.
Fazit
FĂźr Heimanwender, Fotografen und IT-Profis bedeutet die Kehrtwende mehr Flexibilität und Kostenkontrolle beim Festplattenkauf â Synology will den durch die Restriktion entstandenen Vertrauensbruch aber erst wieder aufholen.
Hier findest du weiterfĂźhrende Informationen: Synology