Ausstellung: GĂźnter RĂśssler
Der hundertste Geburtstag des Akt-Pioniers wird gefeiert
Zum 100. Geburtstag von GĂźnter RĂśssler widmen ihm mehrere Häuser groĂe Jubiläumsschauen, allen voran das Deutsche Fotomuseum in Markkleeberg mit einem Fokus auf seine SchwarzweiĂâAktfotografie aus fĂźnf Jahrzehnten.
Deutsches Fotomuseum Markkleeberg
Das Deutsche Fotomuseum zeigt von Anfang Januar bis Anfang August 2026 eine Sonderausstellung âGĂźnter RĂśssler zum 100. Geburtstagâ mit ausgewählten Aktâ, Mode- und Reportageaufnahmen, viele mit Bezug zur Region Leipzig/Markkleeberg.
RĂśssler gilt als Pionier der Aktfotografie in der DDR: Seit den 1960erâJahren entwickelte er einen nĂźchternen, skulpturalen, zugleich sehr natĂźrlichen Aktstil, arbeitete häufig mit Laiinnen und verĂśffentlichte regelmäĂig in Magazinen wie âDas Magazinâ und âSibylleâ, später auch international (u.a. PlayboyâSerie âMädchen der DDRâ).
Kunsthaus Apolda Avantgarde
Parallel zeigt das Kunsthaus Apolda von Mitte Januar bis Anfang Mai 2026 die Ausstellung âGĂźnter RĂśssler â Mode- und Aktfotografieâ mit rund 130 SchwarzweiĂâBildern aus sechs Jahrzehnten, flankiert von der Schau âLeib & Seele â Männerporträtsâ von Matthias Eckert.
Hier steht seine Rolle als Wegbereiter im Vordergrund, der mit seiner ersten groĂen AktâEinzelausstellung 1979 in der DDR die Aktfotografie als ernstzunehmende Kunstform im Ăśffentlichen Raum etabliert hat.
Bildsprache und Bedeutung
Charakteristisch sind klar durchkomponierte, sachlich wirkende SchwarzweiĂâAkte ohne Kitsch, mit direktem Blick der Modelle und einer bemerkenswerten NatĂźrlichkeit in KĂśrperhaltung und Mimik; verhĂźllende oder âverlegeneâ Gesten meidet er bewusst.
Die Jubiläumsausstellungen stellen sowohl den DDRâKontext (Zensurgrenzen, MagazinâKultur, AktâPleinairs) als auch die spätere Rezeption (âHelmut Newton des Ostensâ) heraus â eine gute Grundlage, um Ăźber heutige Aktfotografie, BlickfĂźhrung und Machtverhältnisse nachzudenken.
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