âIntermezzo. Revisiting Helmut Newtonâ ist die neue groĂe Ausstellung der Helmut Newton Foundation im Museum fĂźr Fotografie Berlin. Sie lĂśst ab dem 24. April 2026 die bisherige Dauerschau âHelmut Newtonâs Private Propertyâ ab und verwandelt das Erdgeschoss in einen immersiven Filmâ und Ausstellungsraum.
Die Ausstellung versteht sich nicht als klassische Retrospektive, sondern als bewusst temporäre Zwischenstation â ein âIntermezzoâ auf dem Weg zu einer komplett neu gestalteten Dauerausstellung. Im Mittelpunkt steht eine neue Sicht auf Leben und Werk von Helmut Newton, bei der auch die Rolle von June Newton (Alice Springs) stärker betont wird. Der Raum bleibt biografisch angelegt, erzählt Newtons Leben und Arbeit aber in einem deutlich zeitgemäĂer inszenierten Umfeld.
HerzstĂźck von âIntermezzoâ ist ein groĂer Filmraum im Erdgeschoss: Mehrere Projektoren bespielen vier Leinwände gleichzeitig und erzeugen eine raumgreifende Filminstallation. Die Montage kombiniert Ausschnitte aus einem fĂźr A CoruĂąa produzierten NewtonâFilm mit Archivmaterial, MakingâOfâSequenzen, Interviews und Bildstrecken. Anstelle einer klassischen VitrinenâBiografie entsteht so eine dichte, audiovisuelle Collage, in der Besucherinnen und Besucher Newtons Bildwelt fĂśrmlich âbetretenâ.
Im hinteren Bereich des Erdgeschosses bleiben rund 100 historische Ausstellungsposter von Helmut Newton präsent, ergänzt um Plakate zu Ausstellungen von Alice Springs. In der langen Vitrine darunter werden neu ausgewählte Magazine, Publikationen und Dokumente gezeigt, die die VerĂśffentlichung und Verbreitung der Fotografien nachzeichnen. Ergänzend startet die Reihe âSpotlight: Behind the Frameâ: Ausgewählte ikonische Bilder von Newton oder Alice Springs werden anhand von KontaktbĂśgen, Magazinseiten, Notizen, Polaroids und Varianten im Detail beleuchtet, um Entstehung, Auswahl und Wirkung einzelner Motive sichtbar zu machen.
Die Wechselausstellungen im Obergeschoss laufen parallel weiter und setzen das Werk von Helmut Newton und Alice Springs in wechselnden Kontexten fort â mal als Einzelpräsentation, mal im Dialog mit anderen Positionen der Fotografie.