ist eine Ausstellung der Fotostiftung Schweiz im Fotomuseum Winterthur, die sich mit bislang wenig beachteten Fotoarchiven von Fotografinnen aus der Schweiz beschäftigt.
Zeitraum, Ort und Rahmen
Ort: Fotostiftung Schweiz / Fotomuseum Winterthur. Die Schau war fĂźr Winter 2025/26 terminiert und wird 2026 erneut im Kontext des Fotomuseums kommuniziert.
Fokus: Schweizer Fotografiegeschichte aus weiblicher Perspektive â als Korrektur zur lange männlich dominierten Erzählung.
Inhalt und Fragestellungen
Gezeigt werden sieben Fotoarchive von Fotografinnen, die zwischen etwa 1900 und 1970 tätig waren. Die Ausstellung fragt, wie Rollenbilder, Ükonomische Bedingungen und familiäre Verpflichtungen ihre Arbeit geprägt haben.
Es geht darum, wie LĂźcken, BrĂźche und Unsichtbarkeiten in den Archiven entstehen und wie Institutionen damit umgehen kĂśnnen.
Die vertretenen Fotografinnen
Präsentiert werden Archive u.a. von Anny Wild-Siber, Gertrud Dßbi-Mßller, Marie Ottomann-Rothacher, Margrit Aschwanden, Hedy Bumbacher, Leni Willimann-ThÜni und Anita Niesz.
Die Biografien reichen von technisch versierten Amateurinnen bis zu Berufsfotografinnen, deren Lebenswerke teils fragmentiert, teils sehr stringent verlaufen.
Kuratorisches Konzept
Ein Kollektiv weiblicher Kuratorinnen der Fotostiftung Schweiz untersucht Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Archive und stellt sie in chronologischer Ordnung vor.
Neben Abzßgen werden Belegexemplare, Dokumente und Korrespondenzen gezeigt, die Einblick in Arbeitsbedingungen, Auftragslage und Selbstverständnis der Fotografinnen geben.
Relevanz fĂźr dich als Fotograf
Die Ausstellung ist spannend, wenn du dich fĂźr Archivarbeit, Autor*innenschaft und blinde Flecken in der Fotogeschichte interessierst â gerade im Hinblick auf (Un-)Sichtbarkeit von Frauen im Berufsfeld Fotografie.
Praktisch bietet sie reiches Material fßr Lehrveranstaltungen zu Fotogeschichte, Gender und Archivpraxis, etwa zur Frage, wie institutionelle Sammlungspolitik das Bild einer ganzen Disziplin prägt.
Hier findest du weiterfĂźhrende Informationen: Fotomuseum.ch