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Was ist gesiebtes Licht?
Bildbearbeitung & Fotografie 14.03.2026

Was ist gesiebtes Licht?

Eine „porous aperture“ ist vereinfacht eine Blende mit vielen kleinen Öffnungen, statt einer einzigen runden oder polygonalen Öffnung wie bei der normalen Irisblende – sie verhält sich optisch wie eine Kombination aus Blende und spezieller Diffusionsscheibe und erzeugt einen charakteristischen Soft‑Focus‑Look.

Was ist eine „porous aperture“?

  • Fujifilm beschreibt das Prinzip bildlich als „Lotuswurzel‑Blende“: eine Scheibe mit mehreren DurchbrĂźchen, durch die das Licht gleichzeitig hindurchtritt, statt nur durch eine zentrale Öffnung.
  • Ähnliche Ansätze gab es schon bei klassischen Soft‑Focus‑Objektiven (Imagon & Co.), die mit Mehrloch‑Scheiben oder Siebblenden arbeiteten, um den Bildcharakter gezielt zu verändern.

Wie wirkt sie optisch – und wozu taugt sie?

  • Das Licht gelangt nicht nur aus der optischen Mitte, sondern auch aus zahlreichen Rand- und Zwischenzonen auf den Sensor; dadurch Ăźberlagern sich ein relativ scharfes Kernbild und weich aufgeblasene Randstrahlen.
  • Das Ergebnis sind weiche Highlights, glĂźhende Konturen und ein insgesamt „träumerischer“ Bildeindruck – ideal fĂźr Porträts, romantische Szenen oder atmosphärische Motive, bei denen technische Schärfe zugunsten von Stimmung zurĂźcktritt.

Warum reicht eine normale Irisblende nicht?

  • Die klassische Irisblende ist darauf ausgelegt, Lichtmenge und Strahlengang mĂśglichst sauber zu begrenzen und optische Fehler zu minimieren; Softness entsteht dort, wenn Ăźberhaupt, eher als Nebeneffekt bei Offenblende.
  • Eine porĂśse Blende macht das Gegenteil: Sie mischt bewusst Licht aus stärker aberrierenden Randbereichen mit dem gut korrigierten Zentrum und nutzt diese „Fehler“ als gestalterisches Werkzeug – das lässt sich mit einer sauber schließenden Iris allein kaum kontrolliert erzeugen.

Warum nicht einfach digital weichzeichnen?

  • Ein Teil der Wirkung entsteht durch das physikalische Zusammenspiel verschiedener Strahlengänge im Objektiv; das erzeugt subtile Halos und Kontrastverläufe, die sich mit einfachem Gaussian Blur oder Glow‑Filtern nur imitieren, aber selten exakt reproduzieren lassen.
  • Genau deshalb will Fujifilm den Effekt als eigenständige, charakterstarke Optik anbieten – ähnlich wie man heute ganz bewusst bestimmte Vintage‑Linsen oder Apodisations‑Objektive wegen ihres speziellen Bokeh‑ und Glow‑Verhaltens einsetzt.

Hier findest du weiterfĂźhrende Informationen: DOCMA


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